Differenzbesteuerung

Das Thema Differenzbesteuerung wird zwar auch bei Wikipedia ausführlich beschrieben, da wir aber immer wieder wegen angeblicher Rundungsfehler kontaktiert werden, haben wir beschlossen, die Problematik hier einmal im Detail zu beleuchten.

Beispiel

Sie wollen einen Artikel für 25 € verkaufen, wobei Sie einen Eigenanteil von 60% definiert haben (Kunde erhält 40%). Da natürlich 20% von 25 € = 5 € sind, erscheint sofort logisch: Kunde erhält 10 EUR. Für den Computer (und das Thema Differenzbesteuerung) stellt sich dies leider etwas anders da.

Gehen wir davon aus, der Kunde würde wirklich 10 € erhalten. Dann wäre die Differenz zwischen dem VK und dem EK = 15 €. Für diese 15 € müssten Sie nun die 19% Mehrwertsteuer (=2,394957983€) bezahlen. Da die MWSt. in Deutschland in glatten Centbeträgen berechnet und bezahlt werden muss, muss dieser MWSt.-Satz also gerundet werden und beträgt somit 2,39€.

Ihr Gewinn (Eigenanteil) betrüge somit bei 10€ für den Lieferanten => 25€ – 2,39€ – 10€ = 12,61€. Wenn wir nun aber auf diese 12,61€ die Differenzbesteuerung anwenden würden, dann würde das zu einem MWSt.-Betrag von 2,3959€ und damit (gerundet) zu 2,40€ führen. Und hier haben wir die 1 Cent Differenz, die dann, wenn wir die Rechnung nun weiter führen, letztendlich (25€ – 2,40€ – 12,61€ = 9,99€) zu 9,99€ für den Kunden führen würden. Und in diesem Moment beginnen Sie nämlich mit Ihrem Kunden/Lieferanten eine Diskussion um genau diesen Cent.

Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, diesen Rundungscent immer zu Lasten des Shops zu definieren, da wir lieber einmal mit unserem Kunden diese Diskussion führen (der dies dann als Shopbetreiber auch nachvollziehen kann), als wenn wir diesem zumuten würden, dieses Gespräch mit all seinen Kunden führen zu müssen, die möglicherweise größere Schwierigkeiten hätten, dies nachzuvollziehen.

Schreibe einen Kommentar